Radschlag

 

 

                                                                            

                                  Lernen sie ihr Fahrrad kennen

 

              History

Das Zweirad ist eine Erfindung des 19.Jahrhunderts. Es entstand nicht aufgrund wissenschaftlicher Forschung, sondern durch zielstrebiges ausprobieren. Die ersten einspurigen Zweiradfahrzeuge waren Laufräder, sogenannte Draisinen (benannt nach ihrem Erfinder Carl Freiherr von Drais ). Der Fahrer stieß sich mit den Füßen vom Boden ab, nicht nur um voranzukommen, sondern auch um das Gleichgewicht zu halten. Der Vortrieb durch Pedale kam erst Mitte des 19.Jahrhunderts.

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Als "Velocipede" (Schnellfüße) wurden die Zweiräder mit Vorderradantrieb genannt. Ihre Schöpfer waren die beiden Brüder Pierre und Ernest Michaux. Die Velos verbreiteten sich von Frankreich über England bald über die ganze Welt. Durch die Vergrößerung des Vorderrades wurden sie nach 1870 immer mehr zu Hochrädern. Diese waren zwar leichter aber auch gefährlicher als Draisinen. Durch die hohe Sitzposition und dem sehr weit vorn liegenden Schwerpunkt kam es beim Bremsen und Bergabfahrten zu gefährlichen Stürzen. Das dringende Verlangen nach verkehrsicheren Fahrrädern führte dann um 1886 zur Rückkehr zum Niederrad. Am Prinzip des Hinterradantriebs, der gleich großen Räder und der Tretkurbelanordnung dazwischen, hat sich seit damals nichts geändert.                       

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70 Jahre  - von 1820 bis 1890 -  dauerte die Entwicklung vom Laufrad über das Hochrad bis zum heutigen " Niederrad ". Speziell für das Zweirad wurden in dieser Zeit  Kugellager, Drahtspeichen, Stahlrohre und Luftreifen erfunden. Diese Erfindungen machten das Rad schneller, leichter und vor allem bequemer.                                      

 

Das Fahrrad setzt die menschliche Leistung besser in Fortbewegungsenergie um als irgendein anderes bisher erfundenes Fahrzeug. Es wiegt im Durchschnitt weniger als ein Fünftel des Fahrers. Kein anderes Verkehrsmittel erzielt ein so günstiges Leistungsgewicht. Die Dauerleistung des Menschen von 0,1 KW (0,14 PS) ermöglicht Durchschnittsgeschwindigkeiten um 20 km/h.   Dies und die vergleichsweise geringen Anschaffungs- und Unterhaltungskosten ließen das Fahrrad zum meistgebrauchten Individualverkehrsmittel werden. Es gibt heute auf der Welt eine Milliarde Menschen die Fahrrad fahren.

(Quelle deutsches Museum München)

 

Das richtige Rad

Machen sie beim Fahrradkauf nicht den " Gelbe Seiten Fehler ". Fragen Sie gleich jemand der sich auskennt. Achten Sie darauf, dass Ihr Rad vorschriftsmäßig ausgestattet ist (siehe unten). Meist kann man als Laie die Qualität eines Fahrrades nur schwer beurteilen. Ein guter Händler erkundigt sich erst  für welche Strecken Sie das Rad brauchen bevor er Ihnen ein bestimmtes Modell empfiehlt. Außerdem bittet er Sie, nach ein bis zwei Monaten zur Erstinspektion vorbeizukommen. Nach dieser Zeit müssen Schaltung, Bremsen und die Speichen überprüft und gegebenenfalls nachgestellt werden. Dieser Service ist bei uns natürlich kostenlos ! ! !

 

Verkehrssicherheit : Die gesetzlichen Vorschriften

Nach der Straßenverkehrszulassungsordnung (Stvzo) dürfen Sie mit Ihrem Fahrrad nur am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, wenn dieses folgende Bauteile aufweist, die natürlich funktionsfähig sein müssen :      

- zwei voneinander unabhängige Bremsen

- eine helltönende Glocke

- einen Scheinwerfer

- eine rote Schlussleuchte

- Strahler nach vorn , hinten , seitlich , und an den Pedalen.

Die Änderungen der Stvo 2013 finden sie hier : www.adfc.de/stvo/neue-stvo-2013

 

Ergänzt werden diese Vorschriften durch die DIN EN 14764 (alt DIN 79100) von dem

Deutschen Institut für Normung und Prüfvorschriften.

Zum Beispiel muss :

- die Stecktiefe der Sattelstütze mindestens 5,5 cm betragen

- die Tragfähigkeit des Gepäckträgers auf diesem eingeprägt sein

- die Rahmennnummer eingeschlagen sein

- dem Fahrrad eine (möglichst deutsche) Gebrauchsanleitung beiliegen

- die Bremsanlage eine bestimmte Verzögerung erlauben

- der Abstand zwischen Pedalvorderkante und Schutzblech mind. 89mm betragen

- der Rahmen sowie einzelne Komponenten bestimmten Belastungstests standhalten

- und vieles mehr......

 

Übrigens:

Ein " Achter " ist kein Tandem für acht Personen sondern ein verzogenes Laufrad  

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